Die Schönheit einer Visualisierung

30. August 2010 » 0 Kommentar(e)

…mit dieser zugegeben etwas holprigen Übersetzung möchte ich auf den TED-Vortrag von David McCandless hinweisen.
In seinem entspannten Vortrag zeigt er Beispiele, wie Daten anschaulich dargestellt werden können.

Data is the new oil.

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Was ist der widerstandsfähigste Parasit? – eine Idee

20. Juli 2010 » 0 Kommentar(e)

Trailer zum Film inception von Christopher Nolan
via mrs. bunz

Der 7%-Blödsinn der Kommunikation

5. Juli 2010 » 3 Kommentar(e)

Ach komm, einmal noch, weil es so schön ist,
weil es so wichtig ist, vor allem weil sich diese Legende immer noch im Internet hält:
Albert Mehrabian hat NICHT gesagt, dass bei Präsentationen vor Gruppen/in der Kommunikation/in Verhandlungen/…  die Wirkung des Sprechers zu

  • 55 Prozent durch Körpersprache
  • 38 % durch Stimmlage und nur zu
  • 7 Prozent durch den Inhalt

bestimmt wird. Das ist schlicht und einfach Bullshit, auch wenn man die Studie scheinbar richtig benennt. Da gibt es Trainer, Zeitungen (die Süddeutsche!) und zahlreiche Internetseiten, die immer wieder die 55-38-7-Regel hervorholen. Aber so einfach ist es dann doch nicht.
Kurz vor einem kurzen erläuternden Video noch ein Gedanke: » Weiterlesen «

Rede J. Gauck “Freiheit Verantwortung Gemeinsinn”

1. Juli 2010 » 0 Kommentar(e)

Nee,
in die politische Diskussion will ich mich nicht einmischen, sondern nur auf eine bemerkenswerte Rede aufmerksam machen, die der Bundespräsidentschaftskandidat Joachim Gauck am 22. Juni 2010 im Deutschen Theater Berlin gehalten hat.
Gauck versteht es brilliant, rhetorischen Stilmittel geschickt zu setzen und seine Rede mit eigenen Geschichten lebendig zu gestalten und so den Begriffen Freiheit, Verantwortung, Gemeinsinn eine persönliche Bedeutung zu geben: » Weiterlesen «

Post-Visualisierung einer Rede

14. Juni 2010 » 0 Kommentar(e)

Die Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures and Commerce (RSA)  veröffentlicht auf ihrer Seite Visualisierungen von Reden. (nb: die Liste der ehem. Mitglieder der RSA umfasst: Karl Marx, Adam Smith, Benjamin Franklin, Charles Dickens,…)
Diese Visualisierungen werden nachträglich nach der Rede erstellt und (im Zeitraffer) passend zur gekürzten Rede zusammengeschnitten. Die Videos sind in der Regel 10min lang.

Durch die Verbildlichung der Gedanken intensiviert sich die Botschaft der Rede. Die Redegeschwindigkeit scheint sich zu beschleunigen (schließ ‘mal die Augen zum Vergleich!). Außerdem lassen sich die Videos als Anregung für eigene Visuals anschauen.

Auf der RSA-Seite sind eine Menge Videos zu finden. Mein derzeitiger Favorit ist Dan Pinks Rede über Motivation (“The surprising truth about what motivates us”): » Weiterlesen «

M. Albers: Meconomy

25. Januar 2010 » 3 Kommentar(e)

Über den Journalisten und Autor Markus Albers habe ich hier von einigen Tagen geschrieben. Seine Zeitungsbeiträge kenne und lese ich nur sporadisch, aber das Buch “Morgen komm’ ich später rein” hab ich gern gelesen und es wurde auch an vielen Stellen überschwänglich rezensiert.
Das neue Buch “Meconomy” ist nun so eine Art Nachfolge-Buch hierzu.
Die Fragen aus dem Buch sind gleichzeitig Kapitelüberschriften.

  • Warum ich dieses Buch schreibe
  • Was ist heute anders?
  • Was macht mich glücklich?
  • Was kann ich können?
  • Wie werde ich arbeiten?
  • Wo will ich leben?
  • Von der Me- zur We-conomy

Zwei besondere Dinge zum Buch: (a) ich bin von Markus Albers interviewt worden, was er für das Buch (in Auszügen) genutzt hat. (Ausführliche Version: Teil 1, Teil 2).
(b) Das 321-seitige Buch wird zunächst nur als E-Book und als als iPhone-App veröffentlicht. Auch wenn ich viel am Bildschirm lese, sind gute Bücher für mich (noch!) gute, gedruckte Bücher.
Meconomy hatte es also nicht ganz leicht bei mir. Aber ich dachte mir, dass ich “ja mal eben reinlesen könnte”. Keine 80 Seiten später merkte ich…, » Weiterlesen «

Abschiedsvortrag von Schulz von Thun

23. November 2009 » 1 Kommentar(e)

Die Modelle und Theorien, die Friedemann Schulz von Thun entworfen hat, haben unter allen, die im weitesten mit “Kommunikation” zu tun haben, den Status ein conditio sine qua non erreicht.
Man muss ihn gelesen haben!
Inzwischen haben offizielle Lehrpläne seine 4-Seiten einer Nachricht aufgenommen. Lehrer, Schüler, Fortbildner, Trainer, Studenten,… Schulz von Thun ist schon da.
Der Hamburger Professor hat jetzt am 23.10.2009 in Hamburg seine Abschiedsvorlesung gehalten. Es ist ein sehr persönlicher und amüsanter Vortrag, der seine Entwicklung darstellt. Er trägt den Titel “Was ich noch zu sagen hätte…”
Angeboten wird die Vorlesung über die (empfehlenswerte) lecture2go-Seite der Uni Hamburg.


via: Ralf Appelt und weiterbildungsblog

Kreative wachsen lassen & verarbeiten

26. September 2009 » 0 Kommentar(e)

Dieses Video will ich schon seit einiger Zeit einbauen.
In Englands Südwesten werden Kreative angepflanzt und wachsen dort unter guten Bedingungen auf – für den “creative juice”, der den dortigen Unternehmen so nützt.

Simple Idee, großartig umgesetzt als Image-Kampagne für den kreativen englischen Südwesten. (Die Seite zum Spot enttäuscht dann allerdings etwas.)

10 hoch 100 Ideen bei Google (Abstimmung)

25. September 2009 » 0 Kommentar(e)

Im letzten Herbst habe ich hier über Google 10100-Projekt geschrieben.

Warum geht’s?
Zum 10. Geburtstag von Google machte der Datensammler und -sortierer der Welt ein Geschenk im Wert von 10 Millionen US-$. Gesucht sind (bis zu) 5 Ideen, die möglichst vielen Menschen helfen und die Welt verändern. Eine Jury wird aus diesem Bewerbungsansturm zunächst 100 Ideen auswählen, die öffentlich präsentiert und dann bewertet werden. Mittlerweile wurden 150.000 (ca.105,2) eingereichte Ideen gesichtet und 16 blieben übrig.
Die Liste aller Ideen kann man hier sehen und vor allem: ABSTIMMEN, welche Idee umgesetzt werden soll. » Weiterlesen «

Das ist die richtige Zeit

24. September 2009 » 3 Kommentar(e)

Manchmal komme ich zu früh.
und manchmal komme ich zu spät.

Und manchmal komme ich mit meiner Idee genau richtig.

Meine These: es gibt Zeiten, in denen Ideen besonders gut aufgenommen werden. In diesen Zeiten kann es auch zu parallelen Entdeckungen kommen. Das heißt, es gibt Ideen, die einfach reif sind, für die die Zeit gekommen ist. Da spielt es auch keine Rolle, wer sie gerade entdeckt. Diese Ideen mussten ans Licht kommen, diese Ideen mussten in die Welt.

3 Fälle: richtige Zeit, zu früh & zu spät… » Weiterlesen «

Sie haben die Wahl

20. September 2009 » 0 Kommentar(e)

stuetzeSie haben die Wahl.
Das neue Zeitalter präsentiert sich chancenreich glitzernd, aber Fußlahmen und geistig Unbeweglichen begegnet es gleichermaßen unfreundlich.
(Daniel Pink, Unsere kreative Zukunft)

Ein Markus Albers-Artikel [update]

11. August 2009 » 3 Kommentar(e)

Anfang war… das Buch.
markus_albers-mkisr-cover-72dpiDas Buch “Morgen komme ich später rein” hab ich in irgendeinem Buchladen gefunden und ein Wochenende lang gelesen. Mir gefiel spontan die Schreibe des Autors und die Idee des Buchs, das vom Ende des klassischen Büros verkündet.
Zahlreiche Fragen werden beleuchtet: Warum müssen wir eigentlich für körperliche Anwesenheit im Büro bezahlt werden (vielleicht mit Stechuhr), wenn zu erledigende Tätigkeiten mit Computer von überall auf der Welt getan werden können? [Frecher und anders gefragt: warum erscheint es vielen Chefs besser zu sein, vier 4 Stunden am Büro-Schreibtisch vor sich hin zu dösen, als eine Stunde irgendwo zu schlafen und dann 3 Stunden wo-auch-immer konzentriert zu arbeiten?]
Sollten wir uns nicht eher über das Erreichen von Zielen und die anstehenden Aufgaben & Termine unterhalten, anstatt über das Ableisten der wöchentlichen Arbeitszeit?
Was passiert, wenn man den Mitarbeitern Freiheiten lässt und die festen Arbeitszeiten lockert oder aufhebt? Wie ändern sich dann deren Ergebnisse? Wie organisiert sich dann die Arbeit? – Ein äußerst spannendes Buch, das mir sehr viele Impulse für zukünftiges Arbeiten gegeben hat.
Markus Albers bringt viele Beispiele, hat Interviews geführt und gibt erste Schritte an die Hand, wie sich kleine und große Unternehmen und auch öffentliche Verwaltung auf den Weg in moderneres Arbeiten machen können.
Das Buch kostet bei Amazon €18,90.

Dann hab ich nach Markus Albers gegooglet, wie man das eben so macht. » Weiterlesen «

Rotkäppchen und der Wolf – neu erzählen

6. August 2009 » 1 Kommentar(e)

Diese Geschichte ist alt.
Sie ist viele Male erzählt – und man könnte sagen “ausgelutscht”. Seit dem 17. Jahrhundert wird das Märchen vom Rotkäppchen Kindern vorgelesen. Immer wieder geht das Mädchen mit der roten Kappe durch den Wald, der böse Wolf lungert herum und die Großmutter muss kurzfristig dran glauben, ehe die Rettung in Gestalt des Jägers naht.
Jedes Kind kennt das, jeder Erwachsene kennt das.
Wie kann es jetzt noch eine neue Fassung geben? Wie ließe sich der Stoff, von dem es sogar eine Bugs Bunny-Version gibt, neu darstellen?
In Pauls (wunderbarer) Idea-Sandbox bin ich auf eine grandiose Version von Tomas Nilsson (das klingt nicht nur nach einem Schweden, das ist auch einer) gestoßen, die den Betrachter in drei Minuten visuell kurzfristig überherausfordert.

Und wenn man diese 350 Jahre alte Geschichte von Rotkäppchen neu und anders erzählen kann… ja dann kann doch wohl jede Geschichte eines Produkts des 21. Jahrhunderts inspirierend neu erzählen. Oder?

Warum ich Twitter nutze

20. Mai 2009 » 14 Kommentar(e)

Was ist Twitter?
drink-twitter-256Wenn ich es jemandem erkläre, hilft ein SMS-Vergleich: eine Twitter-Nachricht (ein tweet) hat max. 140 Zeichen (etwas weniger als die Standard-SMS). Wenn man eine Twitter-Nachricht sendet (über eine Webseite oder übers Handy) kann prinzipiell jeder diese Nachricht lesen. Also ist das eine breit gestreute SMS-Nachricht? Ja, wenn man nur den Sender betrachtet.
Als Empfänger, als Leser dieser Kurznachrichten entscheide ich, welche dieser Nachrichten ich lese. Denn wenn man allen diesen Nachrichten (von derzeit mehreren Millionen Twitter-Nutzern weltweit) zuhören würde, käme ein reichlich wüster (schneller) Brei heraus. Als Nutzer entscheidet man, wem man “zuhört”, wem man folgt oder eben auf englisch: followed. Derzeit verfolge ich 206 Leute und habe etwas mehr als 300 “Follower”.

Und warum Twitter?
Twitter ist kurz und schnell. Twitter ist Inspiration, sind Gedanken-Fetzen, Hinweise auf spannende Themen, sind Austausch unter Gleichgesinnten. Ich sauge auf und gebe gefiltert weiter. Es sind ein paar Sätze, die ich mit anderen teilen möchte und deshalb veröffentliche. Es ist Selbstbespiegelung, wie so vieles im Internet, es ist ein alberner Spaß. Es ist eine große Gemeinschaft, von vielen interessanten Leuten. Es zwingt zu Kürze und dazu, genauer hinzuschauen, was ich da auf 140 Zeichen schreibe. Es macht süchtig, es ist sinnlos. Es ist ähnlich schwer zu erklären, warum ein bestimmtes Spiel Spaß macht. Es ist wüst und wirr, es ist ungeordnet und wild.

Und hier ist mein Account, den ich seit 6. März 2008 nutze.

twitter3

bild (startsteite): hongkiat

Die großen Reden der Weltgeschichte im Radio

19. April 2009 » 4 Kommentar(e)

Der NDR-Kultur beginnt am kommenden Dienstag Morgen eine 20-teilige Sendereihe, in der große Reden der Weltgeschichte vorgestellt und (soweit möglich) in Originaldokumenten präsentiert werden.
Die Zeitspanne der Reden lässt sich mit “von Sokrates bis Obama” kurz und bündig zusammenfassen, wobei die Reihe nicht chronologisch vorgeht. Es sind die Klassiker dabei, aber auch mal etwas sonst wenig Beachtetes wie z.B. Papst Urbans Kreuzzugrede, Dantons Verteidigungsrede (die Büchner ja in Dantons Tod in Szene setzte) oder Kaiser Wilhelms Hunnenrede.

1. 21.04.2009 Sokrates: Apologie (Verteidigungsrede), 399 v. Chr.
2. 28.04.2009, John F. Kennedy: “Ich bin ein Berliner”, 26.6.1963
3. 05.05.2009 Jesus v. Nazareth: Bergpredigt, 29 n. Chr.
4. 12.05.2009 Ernst Reuter: “Schaut auf diese Stadt”, 9.9.1948
5. 19.05.2009 Papst Urban II.: Aufruf zum Kreuzzug, 1095
6. 26.05.2009 Helmut Schmidt: Terrorismus-Rede vor dem Dt. Bundestag, 20.10.1977
7. 02.06.2009 Martin Luther: Verteidigungsrede vor dem Reichstag in Worms, 18.4.1521
8. 09.06.2009 Winston Churchill: “Blood, Toil, Sweat and Tears”, 19.5.1940
9. 16.06.2009 Olympe de Gouges: Erklärung der Rechte der Frau und der Bürgerin, 1791
10. 23.06.2009 Adolf Hitler: Sportpalastkundgebung, 10.2.1933
11. 30.06.2009 Danton: Verteidigungsrede vor dem Revolutionsrat, 1794
12. 07.07.2009 Erich Honecker: Festansprache zum 40. Jahrestag der DDR, 7.10.1989
13. 14.07.2009 Häuptling Seattle: Wir sind ein Teil der Erde, 1855
14. 21.07.2009 Joseph Goebbels: “Wollt Ihr den totalen Krieg?”, 18.2.1943
15. 28.07.2009 George W. Bush: Ansprache an die Nation am 11. September 2001
16. 04.08.2009 Thomas Mann: “Deutsche Hörer! 15.1.1943″
17. 11.08.2009 Martin Luther King: “I have a dream”, 28.8.1963
18. 18.08.2009 Kaiser Wilhelm II: “Hunnenrede, 27.7.1900″
19. 25.08.2009 Helmut Kohl: Fernsehansprache zur Währungsunion, 1.7.1990
20. 01.09.2009 Barack Obama: Inaugurationsrede, 20.1.2009

Bleibt zu hoffen, dass die einzelnen Folgen bald in iTunes (oder andernorts zur Verfügung stehen) oder noch einmal zu besserer Zeit wiederholt werden, denn Dienstag morgens um halb 10 ist ja nun mal für gewöhnlich Arbeits- und nicht Radiozeit.
Link: NDR-Kultur

Foto: Bundesarchiv

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