Nach dem großen Erfolg
“Auf der Serviette erklärt” von Dan Roam gibt es jetzt im Redline-Verlag einen Nachfolger mit dem Gewusst-wie: “Auf der Serviette erklärt – Arbeitsbuch”. (Originaltitel im Englischen übrigens “Unfolding the Napkin”, also “die Serviette entfalten”)
Es lässt sich lesen, ohne das erste Buch gelesen zu haben, an manchen Stellen kann es allerdings hilfreich sein, zuvor schon in das erste Buch kurz eingetaucht zu sein. (Rezension) Notwendig ist’s aber definitiv nicht.
Das Arbeitsbuch ist in fünf Abschnitte unterteilt: » Weiterlesen «
Dan Roam: Auf der Serviette erklärt – Das Arbeitsbuch
5. August 2010 » 0 Kommentar(e)
M. Albers: Meconomy
25. Januar 2010 » 3 Kommentar(e)
Über den Journalisten und Autor Markus Albers habe ich hier von einigen Tagen geschrieben. Seine Zeitungsbeiträge kenne und lese ich nur sporadisch, aber das Buch “Morgen komm’ ich später rein” hab ich gern gelesen und es wurde auch an vielen Stellen überschwänglich rezensiert.
Das neue Buch “Meconomy” ist nun so eine Art Nachfolge-Buch hierzu.
Die Fragen aus dem Buch sind gleichzeitig Kapitelüberschriften.
- Warum ich dieses Buch schreibe
- Was ist heute anders?
- Was macht mich glücklich?
- Was kann ich können?
- Wie werde ich arbeiten?
- Wo will ich leben?
- Von der Me- zur We-conomy
Zwei besondere Dinge zum Buch: (a) ich bin von Markus Albers interviewt worden, was er für das Buch (in Auszügen) genutzt hat. (Ausführliche Version: Teil 1, Teil 2).
(b) Das 321-seitige Buch wird zunächst nur als E-Book und als als iPhone-App veröffentlicht. Auch wenn ich viel am Bildschirm lese, sind gute Bücher für mich (noch!) gute, gedruckte Bücher.
Meconomy hatte es also nicht ganz leicht bei mir. Aber ich dachte mir, dass ich “ja mal eben reinlesen könnte”. Keine 80 Seiten später merkte ich…, » Weiterlesen «
Fehringer et. al “Die größten Pechvögel des Jahrhunderts”
28. September 2009 » 1 Kommentar(e)
Im vorvorletzten Artikel sprach ich von der richtigen Zeit, die eine Idee braucht. Mal kommt man zu früh mit der Idee, mal zu spät oder es fehlt etwas.
Hier jetzt zwei Bücher zum Thema vom gleichen Autoren-Trio Fehringer/Reischl/Stadlbauer.
Die größten Pechvögel des Jahrhunderts beschreibt 23 Menschen, die im entscheidenden Moment das Falsche gemacht haben. Maurice & Richard (“Dick” & “Mac”) McDonald z.B., die die McDonalds-Rechte komplett verkauften, als McDonalds noch sehr, sehr klein war. (Warum sollte auch die ganze Welt schnöde Hamburger essen wollen?)
Oder die unglaubliche Geschichte der Carolyn Davidson, die den Nike-Swoosh entwarf und dafür nur 35$ dafür erhielt. Oder die Geschichte von Christian Hülsmeyer, der nicht Lehrer werden wollte, sondern lieber Physiker und dann das Radarsystem (er nannte das “Telemobiliskop”) erfand. Aber 1904 konnte sich noch niemand eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit vorstellen, so dass ihm das Geld ausging, um das Patent zu halten. 1935 schnappte dann die Royal Air Force diese Idee auf, Hülsmeyer sah keinen Pfennig.
Das Buch “Die größten Pechvögel des jahrhunderts” ist mittlerweile vergriffen, aber auf Amazon gibt es noch ein paar Restexemplare, die ein paar Euro kosten. (Plus die 3€ Amazon-Versandgebühr…)
Gerade bestellt habe ich mir das Buch “Die Glücksfalle – Erfinder-Schicksale und Ideen-Diebstähle”. Ich hoffe, dass es in diesem Buch ebenfalls solch amüsante, traurig-reale Geschichten gibt, die uns ermahnen, im entscheidenden Moment für unsere Idee einzustehen, für sie zu kämpfen und sie “teuer” zu verkaufen.
Das Buch “Die Glücksfalle” ist noch günstiger (ich hab es für ein paar Cent gekauft) und auch schon vergriffen.
“Reise ins Land der Ideen” bei iTunes
27. Juli 2009 » 0 Kommentar(e)
Meine “Reise ins Land der Ideen” ist Ende letzten Jahres erschienen.
Auf der CD gibt es ca.55min Know-How & Training zur Ideenfindung.
Als Hörer gehen Sie auf eine fiktive Reise zu mehr Ideen und parallel wird der kreative Prozess von der Frage bis zur Umsetzung dargestellt. Zusammen mit der CD gibt es auf der Seite des Wortaktiv-Verlags Unterlagen, die (mit einem auf der CD aufgedruckten Zugangscode) heruntergeladen werden können.
Im Buchhandel, beim Verlag und bei Amazon kostet die CD €16,80. Seit ein paar Tagen sind aber auch iTunes und audible auf dem Zug aufgesprungen und verkaufen ihrerseits die CD im Download für €10,95 (iTunes) bzw. für €11,95 (audible).
Dafür gibt’s dann aber auch keine schmucke CD-Hülle…
Rezension: Dan Roam “Auf der Serviette erklärt”
29. Mai 2009 » 3 Kommentar(e)
(Fiktives Interview mit dem Autor Dan Roam)
Timo Off: Für eine gute Präsentation – benötige ich da Powerpoint?
Dan Roam: Nein.
TO: Aber einen Beamer und irgendeine Präsentationssoftware?
DR: Nein.
TO: Dann sicher mindestens ein Flipchart?
DR: Nicht unbedingt.
TO: Ja, wie soll ich denn dann visualisieren?
DR: Eine Serviette reicht aus…
Auf dieses Buch habe ich lange gewartet! Endlich erscheint es in deutschsprachiger Übersetzung, denn Dan Roams „The back of a napkin“ ist bereits Anfang 2008 erschienen und weltweit (besser: im englischsprachigen Raum) ein Bestseller.
Jetzt in der deutschen Übersetzung: „Auf der Serviette erklärt – Probleme lösen und Ideen verkaufen mit Hilfe von Bildern“.
Dan Roam nennt seine Vorgehensweise visuelles Denken, gleich am Anfang als expliziter Elevator pitch von ihm vorgestellt:
„Das ist mein Elevator Pitch: Visuelles Denken heißt, Ihr inneres Sehvermögen zu nutzen – sowohl mit den Augen als auch mit Ihrer Vorstellungskraft –, um Ideen zu entdecken, die sonst unsichtbar sind, diese Ideen schnell und intuitiv zu entwickeln und sie anderen dann so zu vermitteln, dass diese sie leicht begreifen.“
Auf seiner Seite Digital Roam noch etwas griffiger:
Visual thinking is 20% vision science, 20% cognitive science, 20% psychology, 20% information visualization, 20% show and tell, and about 5% poker.
Nicht nur die wiederholte Poker-Analogie macht das Buch höchst unterhaltsam. Unterteilt ist es in vier Kapitel, deren Überschriften
- Einführung
- Ideen finden
- Ideen entwickeln
- Verkaufsideen
ziemlich bieder daher kommen. Im Gegensatz dazu ist Roams Schreibe und seine Beispiele sehr erfrischend. Die deutliche Botschaften sind leicht verständlich und machen Mut es zu probieren. (Ja: ich bin ein gelber Zeichner, laut Test im Buch…)
Im ersten Teil definiert der Autor: Was ist Problemlösung mit Hilfe von Bildern, wie sehen die Bilder aus, verlaufen die vier Stufen des visuellen Denkens und kann das wirklich jeder?
Der zweite Teil dann noch weiter in die Tiefe: wie können wir besser hinsehen, d.h. gründlicher und wie können wir es uns deutlicher vorstellen? Was ist SQVID? Was ist <6><6>Modell?
Spätestens ab diesem Part zeigt sich Dan Roams Buchs als echtes Arbeitsbuch. Er schreibt zwar an einer Stelle:
Ich möchte, dass Sie dieses Buch in derselben Zeit lesen können, die Sie brauchen, um von einer Küste zur anderen zu fliegen, damit Sie am nächsten Tag Ihren Konferenzraum, Ihren Hörsaal oder Ihr Büro betreten und unverzüglich anfangen können, Probleme anhand von Bildern zu lösen.
Allerdings ist damit nur das reine Lesen gemeint: die etwa 300 Seite sind dank der vielen Bilder schnell gelesen. Doch dann kommt ja nach dem Lesen noch das Tun, also: Üben.
Im dritten Abschnitt wird dann ganz handfest am Beispiel einer fiktiven, krisengebeutelten Softwarefirma das ganze Repertoire durchgespielt.
Im vierten und letzten Teil ist dann Showtime! Die Geschäftsleitung soll (und wird) von der im dritten Abschnitt entwickelten Lösung überzeugt werden: ohne Computer, Powerpoint oder farbige Tischvorlagen, sondern mit dem Whiteboard. Schlußendlich als Zusammenfassung noch ein Taschenmesser als “visueller Problemlösungs-Werkzeugkasten”, der die wesentliche Aspekte des Buchs zusammenfasst.
Fazit: Wer etwas über visuelles Denken lernen (und ausprobieren!) will, dem rufe ich: Kauf das Buch! zu. Dan Roams Buch zeigt, dass einfache visuelle Mittel helfen, sein Denken zu strukturieren, Ideen zu finden und sie dann zu präsentieren. Es erscheint Mitte Juni im Redline Verlag und kostet dann z.B. bei Amazon €19,90.
Best-Off als PDF (kostenlos)
5. April 2009 » 23 Kommentar(e)
Mein Buch war von Anfang an: ein Liebhaberbuch.
Ich liebe dieses Thema und ich wollte alle Texte und die Gestaltung jeder Seite so haben, wie ich es wollte und wie es mir gefiel. (Andrea Köhrsen hat mir dabei kongenial zur Seite gestanden.)
Mehrere Wochen war das Buch in den Amazon-Kreativitätsbücher-Charts auf Platz 1 und hat sich ungefähr ein Jahr lang prächtig verkauft. Dort auf Amazon gibt es auch einen Blick in ein paar Seiten.
Nun soll es Zeit sein, dieses kreative Projekt in die größere Freiheit zu entlassen.
Das Buch “Best Off – kreative Einblicke in die Welt der Ideenfindung” biete ich mit diesem Tag öffentlich und unter CC-Lizenz kostenlos zum Download an.
Es hat mir von Anfang bis heute so viele Freude gemacht, mich bereichert und nun soll es weitere Kreise ziehen. Es sind schon so viele schöne Dinge durch dieses Buch passiert – mal sehen, was jetzt noch kommen mag.
(Die CC-Lizenz? Die regelt, wer was wie mit dieser PDF anstellen werden darf. Schnell mal hier nachlesen: Link!)
Bevor es zum Download-Link geht, noch ein wenig Werbung:
Auf meiner CD “Reise ins Land der Ideen” unternimmt der Hörer eine fiktive Reise zu mehr Ideen und parallel wird der kreative Prozess von der Frage bis zur Umsetzung dargestellt. Zusammen mit der CD gibt es auf der Seite des Wortaktiv-Verlags Unterlagen, die (mit einem auf der CD aufgedruckten Zugangscode) heruntergeladen werden können.
Sprecher der CD sind Claudia Gahrke und ich. Hier gibt es den ersten Track zu hören und hier eine wordle-Darstellung des Inhalts.
Bei Amazon gibt es die CD für €16,80, aber auch direkt beim Verlag.
Falls Amazon wieder mal ausverkauft sein sollte, bitte kurz bei mir melden.
…
Hier kommt jetzt mein Buch Best Off – kreative Einblicke in die Welt der Ideenfindung, veröffentlicht unte CC-Lizenz (BY-NC-SA).
BEST OFF – Download
(3,9 MB)
P. Flume: Mitreißend präsentieren mit Powerpoint
11. Februar 2009 » 0 Kommentar(e)
Peter Flumes Buch “Mitreißend präsentieren mit Powerpoint” ist erfrischend anders als gängige Powerpoint-Bücher. Und es ist die 2. Auflage eines Buchs, das in der alten Auflage noch “Powerstories” hieß.
Peter Flume nutzt drei große Bereiche, um Powerpoint-Auftritte besser zu machen:
- Inszenierung (wie im Theater),
- Emotionen (wie sie in guten Geschichten oder Filmen vorkommen) und
- klare (Text- und Bilder-)Sprache, wie sie in guten kommunikativen Medien genutzt wird.
Alles das erklärt der Autor mit vielen Beispielen und Bildern von gelungenen Powerpoints in einer klaren Sprache. Manchmal wird sogar eine ganze Präsentation Folie für Folie über einzwei Seiten abgedruckt. Ungewöhnlich, aber für den Blick ins Detail interessant.
Besonders gefallen hat mir der Entwicklungsabschnitt (über mehrere Kapitel): Wie entwickle ich Geschichten, in welchen Bereichen finde ich (leichter) gelungene Analogien und wie betitele ich meine Präsentation ziel- und inhaltsorientiert mit einem Schuß Action? Und wie entwickle ich dann ein Storyboard (ja, wie für einen Film)?
Die technischen Aspekte der PPT-Nutzung setzt P. Flume i.W. voraus und geht im “technischen” Kapitel dann auf die Möglichkeiten und sinnvollen Grenzen der Software ein.
Am Schluss dann noch einige Kapitel, die zu mehr Leidenschaft in der Vorführung und einem gründlichen Test auffordern.
Fazit: Die 160 Seiten sind trotz Hardcover mit €34,90 nicht ganz günstig, aber Peter Flumes Buch “Mitreißend präsentieren mit Powerpoint” liefert viele auch neue Impulse für eine gelungene Präsentation.
P. Siwon: Denkanstöße für den Projekterfolg
14. September 2008 » 3 Kommentar(e)
“Warum scheitern manche Projekte?” fragt sich der Autor Peter Siwon und kommt zur einfachen Antwort: “Sie scheitern vor allem, weil Menschen zu wenig von Menschen verstehen.”
Ein Buch, das Kreativität und Rhetorik am Rande behandelt, dennoch will ich es hier kurz besprechen.
In dem Buch “Denkanstöße für den Projekterfolg – Die menschliche Seite” erfahren Sie (lt. Inhaltsverzeichnis) “was Sie über das Gehirn wissen sollten”, etwas über “Mensch und Denken”, “Mensch und Tools”, “Menschen im Team” und “Menschen im Projekt”.
Das Buch ist aus einer Vortragsserie entstanden, die Peter Siwon sehr wahrscheinlich für Softwareentwickler gehalten hat. Im Wesentlichen tut das dem Verständnis aber keinen Abbruch. (Die meisten Beispiele sind halt aus diesem Bereich gewählt und P. Siwon schreibt denn auch: “Dieses Buch ist in erster Linie für Programmierer, Projektleiter oder Entwicklungsleiter,(…) aber sie sind problemlos auf andere technische Berufsgruppen übertragbar.”)
Die einzelnen Abschnitte sind flott gelesen, alles in einfacher und klarer Sprache mit ein paar einfachen Handzeichnungen versehen. Zwischendurch gibt es lockere Zusammenfassungen (“10 Tipps zu…”) und Brigitte-Niveau einfache Tests (“Sind Sie ein Kommunikationsmuffel?”). Am Ende wird auf 5 Seiten alles kompakt zusammengefasst und es gibt ‘n kommentiertes Literaturverzeichnis.
Fazit: Mit strukturiertem Projektmanagement hat das Buch nichts zu tun. Wer hier also Einblicke erwartet, wird enttäuscht. Wer Denkanstöße für die Kommunikation im Team sucht, kann fündig werden. 130 Seiten kosten bei Amazon € 16,80.
M. Flocker: Tod durch Powerpoint
5. August 2008 » 1 Kommentar(e)
Lange nicht mehr so enttäuscht ein Buch weggelegt.
Michael Flocker schreibt mit Tod durch Powerpoint ein “Überlebenshandbuch fürs Büro”(Untertitel). Die 220 Seiten sollen wohl eine Mischung aus Satire und Ratgeber sein, aber auf allen Seiten trieft es nur so vor Missgunst, üblen Kollegen, extremer Sinnlosigkeit und fiesen Vorgesetzten. (Oder hab ich den Witz nicht kapiert??)
Der Titel ließ mich hoffen, auf eine gute Powerpoint-Kritik zu treffen, aber leider gab es so gut wie nichts über’s Präsentieren. Woimmer man als Leser das Buch auch aufschlägt, findet sich ein Grundthema: Arbeit macht eigentlich keinen Spaß, die Arbeit ist langweilig und nur wenn man Kollegen hinter ihrem Rücken ärgert, kann man noch (Schaden-)Freude empfinden.
Michael Flocker versucht alles und jeden in Schubladen zu packen, um irgendwo dort einen Witz zu finden. Alleine: es gibt ihn nicht. Der “Schnorrer”, der “Kichervogel”, das “Fragezeichen”, der “Vollfieslingchef”, der “Märtyrer-Chef”… Dazu gibt es Listen: “10 Anzeichen, dass Sie ein Workaholic sind” und dergleichen mehr.
Halbwegs ernst gemeinte Tipps wechseln sich so unvermindert mit kruder Satire ab, dass ich mittendrin auch die Tipps nicht mehr ernst nehmen konnte.
Ach ja – Irgendwo im Buch hab ich zwei Seiten gefunden, die ich bei Lesen witzig fand, wo ich schmunzeln musste. Aber ich kann mich ans Thema nicht mehr erinnern! War es “Kollegen ärgern”? Oder ein Meeting durch Guerilla-Aktionen “auflockern”? Egal…
Fazit: Das Buch, das für €8,95 bei Amazon erhältlich ist, kann man kaufen, wenn man glaubt, einen Kollegen ärgern zu müssen. Wenn man das nicht im Sinn hat, und etwas Sinnvolles lesen oder Lachen will, gibt es Besseres.
A. Hermann-Ruess: Speak Limbic – Das Ideenbuch für wirkungsvolle Präsentationen
10. Mai 2008 » 0 Kommentar(e)
Das Buch beginnt und ich fühlte mich etwas defizitär: ich solle doch bitte erst ein anderes Buch lesen… Doch zum Glück wird das erste Buch von Anita Hermann-Ruess “Speak Limbic – Wirkungsvoll präsentieren” zu Beginn noch kurz (auf 28 Seiten) zusammengefasst.
Denn “Das Ideenbuch für wirkungsvolle Präsentationen” ist als Arbeitsbuch zum vorhergehenden Speak-Limbic-Buch gedacht. Also alles halb so wild, wenn man die Zusammenfassung gelesen hat.
Der Speak-Limbic-Ansatz nimmt die drei Säulen Rhetorik, Gehirnforschung und Präsentationstechnik und pickt sich dort die vermeintlichen Rosinen raus. In der Gehirnforschung ist es das Modell der sog. “Limbischen Instrutionen” und die Denkstilanalyse von Ned Hermann (HBDI). Kern der Präsentationsausrichtung und der Argumentation der Autorin sind vor allem die vier Denk- und Kommunikationsstile -logisch, strukturiert, gefühlvoll und experimentell-. Um auf der Wellenlänge der Zuhörer zu liegen, empfiehlt Hermann-Ruess Sprache und Argumentation der Präsentation an den Denkstil der Zuhörer anzupassen. In den anderen beiden Säulen nimmt Anita Hermann-Ruess die Tipps, die man auch in anderen Ratgeber findet und passt sie in das Denkstil-Modell ein.
Nach der Zusammenfassung entpuppt sich das Buch dann als echtes Arbeitsbuch, das sich nur unter schwersten Mühen von vorne bis hinten durchlesen ließe. Denn auf 450 Seiten und in 20 Kapiteln vermittelt Anita Hermann-Ruess Einstiege, Abschlusstechniken, Gliederungen, rhetorische Wirkfiguren, Tipps für Visualisierungen und Körpersprache (und mehr) immer bezogen auf die vier unterschiedlichen Stile. So ist das Buch Speak Limbic – Das Ideenbuch für wirkungsvolle präsentationen ein Nachschlagewerk, im Wesentlichen für Denkstil-Anhänger. Der Preis von €79,- ist ein echter Hammer, der sicher einige Leser abschrecken dürfte…
Fazit: Ein anregendes und inspirierendes Arbeitsbuch zum Speak-Limbic-Konzept, das auf 450 Seiten reichlich Tipps und Tricks bietet. Für kräftige €79,- gibt es das gute Stück bei Amazon.
Testweise am Amazon-Rad gedreht
11. April 2008 » 3 Kommentar(e)
Nur um mal so, um es auszuprobieren, was Amazon Neues im Angebot hat. » Weiterlesen «
Wie lernt mein Unternehmen Rad fahren? (Verlosung)
16. März 2008 » 2 Kommentar(e)
Im letzten Artikel gerade eben war das natürlich einfach nur Blödsinn, kreativ-sprachliches Fingerspiel, der durch einen Artikel von Klaus auf Klare Texte motiviert wurde.
Unter allen Kommentaren, die innerhalb der nächsten Woche einen kurzen Satzschreiben, die auch wie ich in diesem Beitrag den 20. Buchstaben auslassen, verlose ich die Doppel-CD “Wie lernt mein Unternehmen Rad fahren – 10 Königswege des Marketings”.
Auf der CD sammeln sich 10 “Experten”, die zu unterschiedlichen Marketing-Köngswegen interviewt werden. Dass in den Interviews im Hintergrund noch Kaffee serviert wird und der Löffel in der Tasse klimpert, tut den zumeist interessanten Gesprächen keinen Abbruch: (Michael Böhm: Ego-Marketing, Gerhard Gieschen: Preis-Marketing, Gitte Härter: Selbst-Marketing, Sylvia Nickel: Nischenstrategie, Peter Sawtschenko: Positionierung, Sanjay Sauldie: Internet-Marketing, Barbara Schäfer-Ernst: Everyday-Marketing, Thorsten Schwarz: E-Mail-Marketing, Thorsten Ströher: Customer-Portraiting, Giso Weyand: Positionieren, Profilieren, Inszenieren). Die Marketing-”Experten” müssen leider allesamt einen neue Namen für alte Dinge finden, damit sie sich abgrenzen können. Ok, das ist geschenkt. Für die Autofahrt kann man sich die meisten der Interviews gerne antun. ich fand z.B. Barbara Schäfer-Ernst sehr erfrischend, wenn Sie über E-Mails spricht.
Zwischendurch gibt es kleine Musikstücke, die ich als trist empfunden hab und die die Liste auf dem CD-Cover durcheinanderwirbelt. Die hätte man sich sparen können.
Dennoch: anregendes Hörzeug, das man natürlich auch für €29,80 bei Amazon kaufen kann, wenn man bei der Verlosung nicht mitmachen will.
100 Seiten Powerpoint kostenlos
3. Februar 2008 » 0 Kommentar(e)
Das Powerpoint-Ideenbuch ist nach Angaben des Verlags mit 11.000 verkauften Exemplaren eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Bücher über Powerpoint. ich kann nicht ermessen, was das aussagt über Powerpointnutzer…
Um dem Buch den Rest einen weiteren Schub zu geben, hat der Microsoft-Press-Verlag 100 Seiten kostenlos veröffentlicht.
Hier gibt es die PDF-Datei, in der die Kapitel 1, 4, 6, 8 und 9 sind. Einige Male (95x…) wird in der PDF auf die beiliegende CD verwiesen, die es natürlich nur zusammen mit dem Buch gibt. Vielleicht ist dennoch ein Tipp dabei, den man ohne das Buch nutzen kann?
Garr Reynolds: Presentation Zen
21. Januar 2008 » 2 Kommentar(e)
Nun ist es endlich in Deutschland angekommen – nachdem schon viele amerikanische Leser davon geschwärmt haben. (Ich hab das Buch letzten Freitag von Amazon schon bekommen, obwohl es derzeit nur vorbestellbar ist…?)
Presentation Zen. Garr Reynolds Buch über Präsentation, das in seinem exzellenten Blog den Anfang nahm.
ich ziehe diese Rezension (inkl. Begeisterung) hiermit zurück und gehe dazu über, dieses Buch zu empfehlen.
Weil es auf der einen Seite defensiver ist. Es gibt keine Methode oder keine “10 Schritte zum Folienglück” vor. Gleichzeitig ist Garrs Ansatz in keinster Weise beliebig. Denn er vertritt eine deutliche Position, wie gute Präsentation aussehen sollten.
Das Buch besteht aus fünf Teilen: Einführung, Vorbereitung, Design, Vorführung und “der nächste Schritt”.
In der Einführung stellt Garr Reynolds kurz seine Prinzipien vor: Zurückhaltung (restraint), Einfachheit (simplicity) und Aufmerksamkeit/Achtsamkeit (mindfulness), die durchaus Nähe zum Zen haben, aber natürlich keine religiöse Bedeutung beanspruchen.
In klarer Sprache stellt er mit vielen Beispielen den Weg zu “schönen” Folien und einer unaufgeregten, einfachen Präsentation dar. Ein paar Mal verweist er auf japanische Kultur, was ich als inspirierend empfunden habe.
Im Hinterkopf hatte ich beim Lesen ich immer wieder die Artikel von Garr über Steve Jobs (und sein Negativbeispiel Bill Gates).
Wer Garrs Blog liest und schätzt, findet hier im Buch die konsequente Weiterführung.
Fazit: Es ist uns allen zu wünschen, dass ein deutscher Verlag dieses Buch entdeckt und es ins Deutsche übersetzt. 240 Seiten kosten bei Amazon €29,99.
Rezensionen Ideen finden und präsentieren 2007
27. Dezember 2007 » 3 Kommentar(e)
In diesem Jahr habe ich wieder eine Menge Bücher gelesen und einige davon hier vorgestellt.
Im Einzelnen waren das (mit Link zum Artikel):
Bücher aus der Kategorie Ideen finden
- J. Scherer: Kreativitätstechniken
- R. Pink: Kompetenz im Konflikt
- Eberl/Puma: Innovatoren und Innovationen
- Z. Klein: Kreative Geister wecken
- Peter Jenny: Zeichnen im Kopf
- M. Schröder: Heureka, ich hab’s gefunden!
- Förster/Kreuz: Alles, außer gewöhnlich
- Csikszentmihaly: Kreativität
- Gladwell: Tipping Point
- Franke: Problemlösen in Gruppen
- Hagmeier: Ente oder Adler
- M. Mencke: 99 Tipps für Kreativitätstechniken
- Nadja Schnetzler: Die Ideenmaschine
- Blüchel/Malik: Faszination Bionik
- M. Köthe: Leidenschaft siegt
- G. Berns: Satisfaction – Warum nur Neues uns glücklich macht
- B. Samland: Unverwechselbar – Name, Claim & Marke
- M. Pricken: Kribbeln im Kopf (Neuauflage)
- M. Horx: Zukunft machen
Bücher aus der Kategorie Ideen präsentieren:
- R. Borbonus: Die Kunst der Präsentation
- B. Haub: Dokumentation von Besprechungen
- K.D.-Gens: Mit dem Herzen hört man besser
- K. Bredemeier: Der Rhetorik-Code
- R. Pink: Kompetenz im Konflikt
- M. Pöhm: Kontern in Bildern
- M. Watkins: Die entscheidenden 90 Tage
- Der One-Page-Manager
- Zelazny: Das Präsentationsbuch
- A. Rachow: Sichtbar
- Meyer/Widmann: FlipchartArt
- Th. Gehm: Kommunikation im Beruf
- Beck: Verbotene Rhetorik
- M. Garten: Best Business Presentations
Wieder mal ein schönes Jahr, was die Bücher anging. Die Schränke quellen über – und so soll es sein.