Schon jetzt meine Entdeckung des Jahres: das Buch “Leerzeichen für Applaus”.
Das Buch hat Jenna Gesse im Rahmen ihrer Diplom-Arbeit am Fachbereich Gestaltung der FH Bielefeld geschrieben. Es sammelt Gedichte, Texte, Prosa, Gedanken einer Designerin Grafikerin Künstlerin Gestalterin. Inhalt und Typografie spielen miteinander, geben sich gegenseitig Halt und Sinn.
ich verliere mich in diesem Buch, ich stöbere, blättere, staune, lache und schmunzle. ich fasse es gerne an.
Jenna Gesse: Leerzeichen für Applaus
17. Juni 2010 » 1 Kommentar(e)
M. Albers: Meconomy
25. Januar 2010 » 3 Kommentar(e)
Über den Journalisten und Autor Markus Albers habe ich hier von einigen Tagen geschrieben. Seine Zeitungsbeiträge kenne und lese ich nur sporadisch, aber das Buch “Morgen komm’ ich später rein” hab ich gern gelesen und es wurde auch an vielen Stellen überschwänglich rezensiert.
Das neue Buch “Meconomy” ist nun so eine Art Nachfolge-Buch hierzu.
Die Fragen aus dem Buch sind gleichzeitig Kapitelüberschriften.
- Warum ich dieses Buch schreibe
- Was ist heute anders?
- Was macht mich glücklich?
- Was kann ich können?
- Wie werde ich arbeiten?
- Wo will ich leben?
- Von der Me- zur We-conomy
Zwei besondere Dinge zum Buch: (a) ich bin von Markus Albers interviewt worden, was er für das Buch (in Auszügen) genutzt hat. (Ausführliche Version: Teil 1, Teil 2).
(b) Das 321-seitige Buch wird zunächst nur als E-Book und als als iPhone-App veröffentlicht. Auch wenn ich viel am Bildschirm lese, sind gute Bücher für mich (noch!) gute, gedruckte Bücher.
Meconomy hatte es also nicht ganz leicht bei mir. Aber ich dachte mir, dass ich “ja mal eben reinlesen könnte”. Keine 80 Seiten später merkte ich…, » Weiterlesen «
V. Remy: Der Imperator im Damensattel
31. Oktober 2009 » 7 Kommentar(e)
Volker Remy ist eine ganz besondere Marke. Wer sich seinem Denk-Kosmos nähert (z.B. auf twitter oder seinem Blog), sieht und erlebt assoziative Gedankensprünge, Absurdes, Erhellendes und eine bilderreiche Sprache.
Das neue Buch heißt “Der Imperator im Damensattel - Dein täglicher Triumph” und mutet dem Leser einiges zu. Kurze, inspirationsgewaltige Texte, die man nicht überfliegt, sondern sezieren muss. Ein kleines, kurzes Buch, das als Vademecum daherkommt und das sinniert, schimpft, ätzt, quängelt, irrtiert und die kreativen Säfte anregt.
Zu Beginn springt der Leser von Kurzkapitel zu Kurzkapitel und sucht den Zusammenhang, den Sinn, die Botschaft, die die Abschnitte vereinen könnte. Erst zum Ende wird immer mehr deutlich, dass hier Kreative, (potentielle) Kunden und “Agenturen” im Blick sind und zwischen den Abschnitten und im Subtext einige konkrete Tipps mitschwingen. Auch wenn das Buch in kurzer Zeit durchgelesen ist: Einmal reicht da nicht, will man des Autors Gedanken nahe sein.
Das einzig mögliche Fazit zum Buch lieferte vor 1800 Jahren Terentianus Marus in seinem Grammatik-Werk “De litteris, de syllabis, de metris (“Über Aussprache, Silben und Versmaße”):
Libelli habenT sua fata – pro captu lectoris.
(in der Schule kein Latein gehabt? Hier entlang: wiki)
110 Seiten kosten bei Amazon übrigens €14,98.
Fehringer et. al “Die größten Pechvögel des Jahrhunderts”
28. September 2009 » 1 Kommentar(e)
Im vorvorletzten Artikel sprach ich von der richtigen Zeit, die eine Idee braucht. Mal kommt man zu früh mit der Idee, mal zu spät oder es fehlt etwas.
Hier jetzt zwei Bücher zum Thema vom gleichen Autoren-Trio Fehringer/Reischl/Stadlbauer.
Die größten Pechvögel des Jahrhunderts beschreibt 23 Menschen, die im entscheidenden Moment das Falsche gemacht haben. Maurice & Richard (“Dick” & “Mac”) McDonald z.B., die die McDonalds-Rechte komplett verkauften, als McDonalds noch sehr, sehr klein war. (Warum sollte auch die ganze Welt schnöde Hamburger essen wollen?)
Oder die unglaubliche Geschichte der Carolyn Davidson, die den Nike-Swoosh entwarf und dafür nur 35$ dafür erhielt. Oder die Geschichte von Christian Hülsmeyer, der nicht Lehrer werden wollte, sondern lieber Physiker und dann das Radarsystem (er nannte das “Telemobiliskop”) erfand. Aber 1904 konnte sich noch niemand eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit vorstellen, so dass ihm das Geld ausging, um das Patent zu halten. 1935 schnappte dann die Royal Air Force diese Idee auf, Hülsmeyer sah keinen Pfennig.
Das Buch “Die größten Pechvögel des jahrhunderts” ist mittlerweile vergriffen, aber auf Amazon gibt es noch ein paar Restexemplare, die ein paar Euro kosten. (Plus die 3€ Amazon-Versandgebühr…)
Gerade bestellt habe ich mir das Buch “Die Glücksfalle – Erfinder-Schicksale und Ideen-Diebstähle”. Ich hoffe, dass es in diesem Buch ebenfalls solch amüsante, traurig-reale Geschichten gibt, die uns ermahnen, im entscheidenden Moment für unsere Idee einzustehen, für sie zu kämpfen und sie “teuer” zu verkaufen.
Das Buch “Die Glücksfalle” ist noch günstiger (ich hab es für ein paar Cent gekauft) und auch schon vergriffen.
“Reise ins Land der Ideen” bei iTunes
27. Juli 2009 » 0 Kommentar(e)
Meine “Reise ins Land der Ideen” ist Ende letzten Jahres erschienen.
Auf der CD gibt es ca.55min Know-How & Training zur Ideenfindung.
Als Hörer gehen Sie auf eine fiktive Reise zu mehr Ideen und parallel wird der kreative Prozess von der Frage bis zur Umsetzung dargestellt. Zusammen mit der CD gibt es auf der Seite des Wortaktiv-Verlags Unterlagen, die (mit einem auf der CD aufgedruckten Zugangscode) heruntergeladen werden können.
Im Buchhandel, beim Verlag und bei Amazon kostet die CD €16,80. Seit ein paar Tagen sind aber auch iTunes und audible auf dem Zug aufgesprungen und verkaufen ihrerseits die CD im Download für €10,95 (iTunes) bzw. für €11,95 (audible).
Dafür gibt’s dann aber auch keine schmucke CD-Hülle…
Rezension: Dan Roam “Auf der Serviette erklärt”
29. Mai 2009 » 3 Kommentar(e)
(Fiktives Interview mit dem Autor Dan Roam)
Timo Off: Für eine gute Präsentation – benötige ich da Powerpoint?
Dan Roam: Nein.
TO: Aber einen Beamer und irgendeine Präsentationssoftware?
DR: Nein.
TO: Dann sicher mindestens ein Flipchart?
DR: Nicht unbedingt.
TO: Ja, wie soll ich denn dann visualisieren?
DR: Eine Serviette reicht aus…
Auf dieses Buch habe ich lange gewartet! Endlich erscheint es in deutschsprachiger Übersetzung, denn Dan Roams „The back of a napkin“ ist bereits Anfang 2008 erschienen und weltweit (besser: im englischsprachigen Raum) ein Bestseller.
Jetzt in der deutschen Übersetzung: „Auf der Serviette erklärt – Probleme lösen und Ideen verkaufen mit Hilfe von Bildern“.
Dan Roam nennt seine Vorgehensweise visuelles Denken, gleich am Anfang als expliziter Elevator pitch von ihm vorgestellt:
„Das ist mein Elevator Pitch: Visuelles Denken heißt, Ihr inneres Sehvermögen zu nutzen – sowohl mit den Augen als auch mit Ihrer Vorstellungskraft –, um Ideen zu entdecken, die sonst unsichtbar sind, diese Ideen schnell und intuitiv zu entwickeln und sie anderen dann so zu vermitteln, dass diese sie leicht begreifen.“
Auf seiner Seite Digital Roam noch etwas griffiger:
Visual thinking is 20% vision science, 20% cognitive science, 20% psychology, 20% information visualization, 20% show and tell, and about 5% poker.
Nicht nur die wiederholte Poker-Analogie macht das Buch höchst unterhaltsam. Unterteilt ist es in vier Kapitel, deren Überschriften
- Einführung
- Ideen finden
- Ideen entwickeln
- Verkaufsideen
ziemlich bieder daher kommen. Im Gegensatz dazu ist Roams Schreibe und seine Beispiele sehr erfrischend. Die deutliche Botschaften sind leicht verständlich und machen Mut es zu probieren. (Ja: ich bin ein gelber Zeichner, laut Test im Buch…)
Im ersten Teil definiert der Autor: Was ist Problemlösung mit Hilfe von Bildern, wie sehen die Bilder aus, verlaufen die vier Stufen des visuellen Denkens und kann das wirklich jeder?
Der zweite Teil dann noch weiter in die Tiefe: wie können wir besser hinsehen, d.h. gründlicher und wie können wir es uns deutlicher vorstellen? Was ist SQVID? Was ist <6><6>Modell?
Spätestens ab diesem Part zeigt sich Dan Roams Buchs als echtes Arbeitsbuch. Er schreibt zwar an einer Stelle:
Ich möchte, dass Sie dieses Buch in derselben Zeit lesen können, die Sie brauchen, um von einer Küste zur anderen zu fliegen, damit Sie am nächsten Tag Ihren Konferenzraum, Ihren Hörsaal oder Ihr Büro betreten und unverzüglich anfangen können, Probleme anhand von Bildern zu lösen.
Allerdings ist damit nur das reine Lesen gemeint: die etwa 300 Seite sind dank der vielen Bilder schnell gelesen. Doch dann kommt ja nach dem Lesen noch das Tun, also: Üben.
Im dritten Abschnitt wird dann ganz handfest am Beispiel einer fiktiven, krisengebeutelten Softwarefirma das ganze Repertoire durchgespielt.
Im vierten und letzten Teil ist dann Showtime! Die Geschäftsleitung soll (und wird) von der im dritten Abschnitt entwickelten Lösung überzeugt werden: ohne Computer, Powerpoint oder farbige Tischvorlagen, sondern mit dem Whiteboard. Schlußendlich als Zusammenfassung noch ein Taschenmesser als “visueller Problemlösungs-Werkzeugkasten”, der die wesentliche Aspekte des Buchs zusammenfasst.
Fazit: Wer etwas über visuelles Denken lernen (und ausprobieren!) will, dem rufe ich: Kauf das Buch! zu. Dan Roams Buch zeigt, dass einfache visuelle Mittel helfen, sein Denken zu strukturieren, Ideen zu finden und sie dann zu präsentieren. Es erscheint Mitte Juni im Redline Verlag und kostet dann z.B. bei Amazon €19,90.
Best-Off als PDF (kostenlos)
5. April 2009 » 23 Kommentar(e)
Mein Buch war von Anfang an: ein Liebhaberbuch.
Ich liebe dieses Thema und ich wollte alle Texte und die Gestaltung jeder Seite so haben, wie ich es wollte und wie es mir gefiel. (Andrea Köhrsen hat mir dabei kongenial zur Seite gestanden.)
Mehrere Wochen war das Buch in den Amazon-Kreativitätsbücher-Charts auf Platz 1 und hat sich ungefähr ein Jahr lang prächtig verkauft. Dort auf Amazon gibt es auch einen Blick in ein paar Seiten.
Nun soll es Zeit sein, dieses kreative Projekt in die größere Freiheit zu entlassen.
Das Buch “Best Off – kreative Einblicke in die Welt der Ideenfindung” biete ich mit diesem Tag öffentlich und unter CC-Lizenz kostenlos zum Download an.
Es hat mir von Anfang bis heute so viele Freude gemacht, mich bereichert und nun soll es weitere Kreise ziehen. Es sind schon so viele schöne Dinge durch dieses Buch passiert – mal sehen, was jetzt noch kommen mag.
(Die CC-Lizenz? Die regelt, wer was wie mit dieser PDF anstellen werden darf. Schnell mal hier nachlesen: Link!)
Bevor es zum Download-Link geht, noch ein wenig Werbung:
Auf meiner CD “Reise ins Land der Ideen” unternimmt der Hörer eine fiktive Reise zu mehr Ideen und parallel wird der kreative Prozess von der Frage bis zur Umsetzung dargestellt. Zusammen mit der CD gibt es auf der Seite des Wortaktiv-Verlags Unterlagen, die (mit einem auf der CD aufgedruckten Zugangscode) heruntergeladen werden können.
Sprecher der CD sind Claudia Gahrke und ich. Hier gibt es den ersten Track zu hören und hier eine wordle-Darstellung des Inhalts.
Bei Amazon gibt es die CD für €16,80, aber auch direkt beim Verlag.
Falls Amazon wieder mal ausverkauft sein sollte, bitte kurz bei mir melden.
…
Hier kommt jetzt mein Buch Best Off – kreative Einblicke in die Welt der Ideenfindung, veröffentlicht unte CC-Lizenz (BY-NC-SA).
BEST OFF – Download
(3,9 MB)
Rezension: H. Plattner “Design Thinking”
29. März 2009 » 4 Kommentar(e)
Hasso Plattner ist einer der fünf Gründer von SAP, vermutlich einer der reichsten Deutschen und mittlerweile neben seinem Unternehmertum in vielen Bereichen Wissenschafts-Förderer. Plattner hat nicht nur mitgeholfen, Bibliotheken aufzubauen und an der Stanford Uni ein Institut zu errichten, sondern ist Anti-AIDS-Kampagnen-Unterstützer und Gründer des Hasso-Plattner-Instituts an der Uni Potsdam.
An diesem Institut wiederum gibt es die unglaublich interessante HPI School of Design Thinking, an der seit dem Wintersemester 2007/2008 Studenten aus Berlin-Brandenburg eine einjährige (kostenlose) Zusatzqualifikation in Design Thinking erwerben können. (Nebenbei: Die haben übrigens auch einen lesenwerten und schicken Blog.)
(So, genug Vorgeplänkel…)
Design Thinking ist eine…
Methode zur Entwicklung innovativer Ideen in allen Lebensbereichen. Entwickelt von David Kelley, dem Gründer der weltweit agierenden Design-Agentur IDEO, basiert das Konzept auf der Überzeugung, dass wahre Innovation nur dann geschehen kann, wenn starke multidisziplinäre Gruppen sich zusammenschließen, eine gemeinschaftliche Kultur bilden und die Schnittstellen der unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven erforschen.
(Quelle: HPI-Institut)
Das Buch “design Think!ng” ist unterteilt in 4 Kapitel und stellt die Design-Thinking-Vorgehensweise, ein wenig Motivation und Hintergrund zu Design-Thinking und beispielhafte Projekte vor:
- Die Welt braucht mehr Innovationen
- Design Thinking
- Zukünftige Entwicklungen
- Bespielhafte Design-Thinking-Projekte
Im ersten Abschnitt (und kurz davor) geht es um die Entstehungsgeschichte und -gründe des Design-Thinking (100 Seiten), im zweiten Kapitel dann eine kurze, direkte Einführung ins Hauptthema (36 Seiten). Das dritte Kapitel nimmt sich drei Entwicklungslinien (auf 35 Seiten) vor und im vierten Abschnitt gibt es neun Beispiele erfolgreicher Studentenprojekte (55 Seiten).
Das Buch ist mit viel Verve geschrieben, das Engagement des Gründers ist überall zu spüren. Hasso Plattner und seinen beiden Mitautoren Christoph Meinel und Ulrich Weinberg geht es um das große Ganze, um ein großes Konzept, Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Ich fand es anregend, Beispiele von diesem multidisziplinären Understand-Test-and-Develop-Ansatz zu lesen.
Stark im Vordergrund des Buchs stehen immer wieder die beiden Standorte des HPI in Stanford und Potsdam und der Nutzen des Studiengangs. Das ist an einigen Stellen nicht ganz so flüssig und teilweise wiederholt es sich (z.B. das rote Sofa und die Einrichtung…!)
Gerne hätte ich das zweite Kapitel ausführlicher gehabt (und dafür weniger Institutspräsentation), aber wie im Buch angedeutet kommt da sicher bald mehr.
Spürbar blieb immer die Energie und die Leidenschaft hinter diesem Insitut und ich bin nach der Lektüre noch überzeugter, dass ich auch mal nach Potsdam fahren werde.
Fazit: wer einen kurzen Einblick in Design-Thinking gewinnen will oder mit dem Gedanken spielt, sich in Potsdam für das Zusatzstudium zu bewerben, hat hier ein gutes, kurzes Buch. Wer tiefere Erkenntnisse in Design-Thinking und deren Methoden wünscht, sollte auf die Fortsetzung warten. 220 Seiten kosten bei Amazon leider etwas teure €49,90.
Rezension: 25 Top-Übungen für Kreativitätstrainings
19. März 2009 » 0 Kommentar(e)
Traintools ist eine Reihe im Jünger Medien Verlag, die “praxisbewährte Übungen für erfolgreiche Trainings, Seminare oder Unterrichtseinheiten” bieten möchte.
Herausgeber der CD-ROM ist Frank Gellert, der inzwischen zwölf Mal 25 Top-Übungen zu einem Thema veröffentlicht hat.
Einmal ins Laufwerk geworfen öffnen sich die 25 Top-Übugen für Kreativitätstrainings als html-Seite im Browser (die CD startet also auf allen Betriebssystemen), die, naja…, schlicht und übersichtlich daherkommt.
Unterteilt sind die Übungen in drei Bereiche:
- Kreativität entwickeln (9 Übungen)
- Kreativitätsmethoden (7 Übungen) und
- Improvisationsübungen (9 Übungen)
Jeder Bereich wird mit “Infos zum Thema” knapp und kurz vorgestellt. Die jeweiligen Übungen werden auf einer kurzen “Karteikarte” vorgestellt: Titel, Stichworte, Zeitbedarf, Materialien, Voraussetzungen (hier: nur “keine” oder “freier Raum”), Anzahl der Teilnehmer, Übungsform (Partnerarbeit, Gruppe, etc) und Übungsziele. Die Übungsdokumente für Trainer und Teilnehmer liegen im Word-Format vor und können so bei Bedarf geändert werden.
Der erste Teil der Übungen soll die Teilnehmer auf kreative Ideenfindung einstimmen, um mit Hilfe von Sprache, Bildern oder Gegenständen kreative Blockaden zu lösen. Hier gibt es Rätselspiele, Pantomime oder Fantasiespiele.
Im zweiten Teil gibt es dann die klassischen Kreativitätstechniken. Die einzelnen Techniken sind kompakt beschrieben und nachvollziehbar vorgestellt. Z.B. 6-Hüte oder Osborne-Checkliste: Neuigkeiten gibt es hier nicht, aber das Ganze ist übersichtlich und einfach nachvollziehbar dargestellt.
Im dritten Teil geht es dann um Improvisation… Bemerkenswert fand ich hier die Videosequenzen, die die szenischen Übungen erläutern. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, diese Schauspieleinlagen je in einem Seminar zu nutzen. Es ist wirklich ein besondere assoziative Ecke der Kreativität und die Durchführung der Improvisationsübungen hat sicher einen besonderen Effekt. Aber es bleiben Schauspiel-Improvisationsübungen.
25 Übungen also, die im weitesten Sinne für ein Kreativitätstrainig geeignet sind. Zielgruppe dieser CD sind sicher Trainer, die Anregungen für ein Anfängerseminar oder einen VHS-Kurs suchen. Da der erste und vor allem der dritte Teil sehr frei, sehr spielerisch sind, ist die CD im Businessbereich vielleicht nur schwer oder nur teilweise einsetzbar.
Fazit: Die CD mit “25 Übungen für Kreativitätstrainings” gibt es Amazon für €45,45. Dass es die Top-Übungen sind, glaube ich nicht. Gleichwohl sind alle Übungen sehr übersichtlich und verständlich dargestellt, so dass jeder Trainer diese leicht und schnell einsetzen kann. Mit Hintergrund-Informationen geizt die CD-ROM etwas, aber das dürfte auch nicht das Ziel sein.
H. Schlicksupp: Humor als Katalysator
6. Oktober 2008 » 0 Kommentar(e)
Zu diesem Thema ist vor zweieinhalb Jahren ein Hörbuch auf 6 CDs erschienen. Vor einem halben Jahr ist dann das themengleiche, aber ausführlichere Buch herausgekommen.
Da das Buch wesentlich umfangreicher ist, will ich eine zweite Rezension kurz nachschieben.
Das Buch “Humor als Katalysator für Kreativität und Innovation” von Helmut Schlicksupp kann getrost als Grundlagenwerk beschrieben werden. Der Leser erfährt Grundsätzliches über Humor, über Kreativität und die Verwobenheit der beiden. Humor in der Wirtschaft & Humor in Innovationsprozessen.
Der Unternehmensberater Schlicksupp (von dem ich so gar keine eigene Homepage finden kann) nimmt sich viel Zeit für Witze und wie sie funktionieren. Dass dabei nur wenige Witze im Büch “zünden”, ist vielleicht normal – denn über Humor zu schreiben, Humor zu erklären ist eben nicht das Gleiche, wie einen Witz vor Publikum zu erzählen.
Was bleibt? Die Erkenntnis, dass es im kreativen Prozess auf keinen Fall bierernst zugeht und dass beiden – Humor und Kreativität- die überraschende Wendung gemein ist. Der Autor zeigt dies an vielen Kreativitätstechniken, die man aus anderen Büchern kennt und hier humorvoll noch einmal erklärt bekommt oder für die er eine “Humor-Variante” liefert.
Fazit: Bislang das einzige umfassende Buch, das zum Thema Humor und Kreativität exisitiert und auf diesem Gebiet Pionierarbeit leistet. Auch Anfänger im Bereich Ideenfindung können mit diesem Buch einen Zugang finden. Man suche in diesem Buch nicht nach brüllend komischen Witzen, sondern nach den Methoden zur Kreativitätsförderung. Dann ist es wirklich in Ordnung. Knapp 240 Seiten kosten bei Amazon €26,80.
P. Siwon: Denkanstöße für den Projekterfolg
14. September 2008 » 3 Kommentar(e)
“Warum scheitern manche Projekte?” fragt sich der Autor Peter Siwon und kommt zur einfachen Antwort: “Sie scheitern vor allem, weil Menschen zu wenig von Menschen verstehen.”
Ein Buch, das Kreativität und Rhetorik am Rande behandelt, dennoch will ich es hier kurz besprechen.
In dem Buch “Denkanstöße für den Projekterfolg – Die menschliche Seite” erfahren Sie (lt. Inhaltsverzeichnis) “was Sie über das Gehirn wissen sollten”, etwas über “Mensch und Denken”, “Mensch und Tools”, “Menschen im Team” und “Menschen im Projekt”.
Das Buch ist aus einer Vortragsserie entstanden, die Peter Siwon sehr wahrscheinlich für Softwareentwickler gehalten hat. Im Wesentlichen tut das dem Verständnis aber keinen Abbruch. (Die meisten Beispiele sind halt aus diesem Bereich gewählt und P. Siwon schreibt denn auch: “Dieses Buch ist in erster Linie für Programmierer, Projektleiter oder Entwicklungsleiter,(…) aber sie sind problemlos auf andere technische Berufsgruppen übertragbar.”)
Die einzelnen Abschnitte sind flott gelesen, alles in einfacher und klarer Sprache mit ein paar einfachen Handzeichnungen versehen. Zwischendurch gibt es lockere Zusammenfassungen (“10 Tipps zu…”) und Brigitte-Niveau einfache Tests (“Sind Sie ein Kommunikationsmuffel?”). Am Ende wird auf 5 Seiten alles kompakt zusammengefasst und es gibt ‘n kommentiertes Literaturverzeichnis.
Fazit: Mit strukturiertem Projektmanagement hat das Buch nichts zu tun. Wer hier also Einblicke erwartet, wird enttäuscht. Wer Denkanstöße für die Kommunikation im Team sucht, kann fündig werden. 130 Seiten kosten bei Amazon € 16,80.
Jens-Uwe Meyer: Das Edison-Prinzip
15. August 2008 » 1 Kommentar(e)
“Endlich mal wieder ein neues Buch über Ideenfindung!” hab ich ausgerufen, als ich von Jens-Uwe Meyers Buch “Das Edison-Prinzip” erfuhr. Denn viele Bücher über Ideenfindung, die derzeit so erscheinen, verlassen nur selten die ausgetreten Pfade. Jens-Uwe Meyer, der sich als Ideeologe bezeichnet, verspricht den “genial einfachen Weg zu Ideen”.
Vorbild und Modell für Meyers Inhalt ist Thomas Alva Edison, den genialen Erfinder, der v.a. herausragender Vermarkter guter Ideen war. (Der Wikipedia-Artikel ist ein guter Einstieg in dessen faszinierende Biographie).
Im ersten Teil wählt der Autor das Kurzwort E-D-I-S-O-N um den kreativen Prozess zu beschreiben. Im zweiten (etwas kürzeren) Teil nimmt er Geschichten über Edison als Beispiele und Hintergrund für seine “7 Gesetze der Kreativität” - Zwischendurch werden kurze Sätze in Anführungsstriche eingefügt. Es scheint so zu sein, dass diese Zitate von Edison stammen könnten, aber da das nirgendwo erwähnt wird, ist man sich wohl nicht ganz sicher gewesen. Kommen wir zum ersten Teil: » Weiterlesen «
K12: Von der Spinnovation zur Sinnovation
9. August 2008 » 1 Kommentar(e)
Das Autorentrio Jörg Hoewner, Michael Jansen und Kirsten Jantke sind das Kernteam der Agentur K12.
Zusammen haben sie ihren Beratungs- und Innvationsansatz aufgeschrieben und das Buch “Von der Spinnovation zur Sinnovation” draus gemacht.
Auf den ersten Blick: Das Layout ist …anders! Schon nach wenigen Seiten merke ich, wie ich das Buch drehe und wende oder auch meinen Kopf schief halte, um dieses Zitat oder jenes Bild besser lesen zu können. Hier zwingt mich jemand dazu, meinen Blick umzuwenden. Das ist nicht immer lesefreundlich, aber es betont die besonderen Fotos und die Zitate.
Auf den zweiten Blick, beim Lesen: Es fällt auf, dass die Autoren nicht den Anspruch haben, ein allgemein gültiges Innovationsmodell vorzustellen. Sondern sie sagen immer wieder “wir machen das soundso”. Das hat mich zunächst befremdet, weil es deftig nach einer Firmenbroschüre klingt und gerade zu Beginn etwas zu häufig kam. Aber dann fand ich es nur konsequent. Innovation ist eben nicht überall auf die gleiche Weise zu bekommen.
Das Buch verlangt nach Aufmerksamkeit und Konzentration, es ist nicht eben schnell gelesen. Aber dafür kann man die kurzen Texte auch häppchenweise lesen, da die Kapitel zwar auf einander folgen, sich aber für sich gelesen verständlich sind. In allen Kapiteln gibt es zudem reichlich (firmen-)eigene und fremde Beispiele, die zeigen, dass hier nicht nur theoretisch gearbeitet wird.
Mein Lieblingsspruch: “von der Kopfgeburt zur Herzensangelegenheit” als Überschrift für Innovations-Campaining.
Was noch: drei Interviews und ein bisschen Handwerkszeug (Links&Literatur)
Das große EXTRA: das Buch gibt es auf der Firmenseite (nach Registrierung) kostenlos als PDF.
Fazit: Fesche 100 Seiten über den Innovations- und Beratungsstil einer Firma. Das Buch kostet bei Amazon stolze €39,90 oder eben für lau.
Testweise am Amazon-Rad gedreht
11. April 2008 » 3 Kommentar(e)
Nur um mal so, um es auszuprobieren, was Amazon Neues im Angebot hat. » Weiterlesen «
Namen finden – der wissenschaftliche Zugang
5. April 2008 » 0 Kommentar(e)
Namen finden – der wissenschaftliche Zugang.
Um es gleich vorweg zu sagen: an dem Buch Unverwechselbar – Name, Claim und Marke von Bernd Samland kommt man nicht
vorbei, wenn es um Namensfindung geht. Das Buch ist (zu Recht!) eines der meistverkauften zu diesem Thema, denn es listet übersichtlich den ganzen Prozess mit vielen anschaulichen Beispielen auf.
Bei den Organsiert-Kreativen, der Gesellschaft für Kreativität, gibt es eine stetig wachsende Sammlung an Artikeln – im Menüpunkt Downloads versteckt. Unter anderem finden sich hier Artikel über Kreativitätstechniken und umfangreiche Listen von Kreativitätsbüchern. (Leider spärlich kommentiert und dieses hier fehlt auf der Liste.)
Prof. Mehlhorn, der Vorsitzende der GfürK, hat bereits 1998 erklärt, wie denn ein Universitätsprofessor sich das Namenfinden (nicht für Kinder, aber für Produkte) vorstellt:
1. junge, motivierte Menschen, die das Produkt nicht kennen, in einen Raum stecken.
2. Brainstormen, was das Zeug hält (auch mit Kreativitätstechniken)
3. unbedingt beachten: Ideenfindung und -bewertung bleiben getrennt.
4. Doppelte und schlechte Vorschläge auswählen.
5. Anhand von 5 Kritierien Namen auswählen, so dass man
6. fünf bis 8 Vorschläge dem Kunden präsentieren kann.
Klingt einfach, oder?
Mehlhorns Artikel ist 6 Seiten lang, kostenlos und ‘n büschen ausführlicher, als ich das hier darstellen kann und will. Er liefert halt einen kurzen Einstieg ins Thema.
Wer es gerne anhand von vielen Beispielen erklärt haben möchte, der muss dann für Samlandts Buch Unverwechselbar €29,80 auf den Tresen legen und erhält 160 Seiten satte Erklärungen.

