Wie warm oder wie kalt muss es sein,
um gut und kreativ denken zu können? Die Denkträgheit bei dieser sommerlichen Hitze erinnert daran, sich einmal Gedanken über eine gute Arbeitstemperatur zu machen.
Fenster auf, Fenster zu? Ventilator an oder gleich die Klimaanlage auf Arktische Kälte stellen?
Offiziell und empfohlen
Es gibt eine Verordnung, die ziemlich vieles rund um den Arbeitsplatz regelt: die Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV), die die Bundesregierung und das Arbeitsministerium verfasst hat. Die Verordnung hat sich über die Jahre gewandelt. In der aktuellen Fassung heißt es im Anhang der Verordnung, dass eine “eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur” bestehen müsse – ohne konkret zu sagen, was das denn bedeutet. In den zugehörigen Richtlinien wird ausgeführt (es bleibt nichts ungeregelt), dass für überwiegend im Sitzen ausgeübte Tätigkeiten mit leichter bis mittlerer Arbeitsschwere min. 19-20°C herrschen sollten. (“Schwere Arbeitsschwere” im Sitzen gibt es laut diesen Richtlinien nicht…) Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen soll zudem 26 °C nicht überschreiten.
Die AOK Krankenkasse empfiehlt 22°, die meisten anderen Seiten ebenfalls 21° bis 23°.
Gefühlt
Fragste drei Leute, kriegste hierzu vier Antworten.
Glücklich ist der, der sich seinen Raum und seine Raumtemperatur aussuchen kann. Nicht jeder ist frei, seinen Arbeitsplatz selbst zu bestimmen.
Für’s Abitur hab ich z.B. im Keller meiner Eltern arbeiten können. Es war ein unglaublich heißer Sommer und lernen im kühlen Keller war die Rettung meiner Abschlussnote. In der Uni-Zeit war die Raumauswahl kleiner. Ich mag seitdem Räume, die ein kleines bisschen zu kalt sind, frische Luft haben und ich lieber einen Pulli anziehe, als die Temperatur künstlich zu erhöhen.
Nachgefragt
foto: eworm