ADHS, Kreativität und Ritalin

15. August 2009 » 17 Kommentar(e)

Eine ehemalige Kollegin sagte es mir.Methylphenidat oder handelsüblich: Ritalin
“Der nimmt Ritalin. – und einige andere aus der 5b auch.” – Ich war junger Lehrer und bis dahin hatte ich von ADS, ADHS und Ritalin noch nichts gehört.

Worum geht’s?

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), die auch als Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom oder Hyperkinetische Störung (HKS) bezeichnet wird, ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich durch Probleme mit der Aufmerksamkeit sowie Impulsivität und häufig auch Hyperaktivität auszeichnet. Etwa drei bis zehn Prozent aller Kinder zeigen Symptome im Sinne einer ADHS. […] Die Symptome können mit unterschiedlicher Ausprägung bis in das Erwachsenenalter hinein fortbestehen.
(Quelle & Leseempfehlung zum Thema AD(H)S: Wikipedia-Artikel)

Häufig genug erzählten mir Eltern (als ich Lehrer war) von einem Zusammenhang ihres ADHS-Kindes mit möglicher Hochbegabung, wovon ich allerdings nicht in allen Fällen überzeugt war. Aber es gab sie, diese Kinder – die… nun, etwas flapsig würde man vielleicht, “zappelig” sagen…, die sich schlechter konzentrieren konnten. Dass einige von ihnen Medikamente bekamen (und zwar solche die unter das Betäubungsmittelgesetz fielen!) erfuhr man kaum. Eine Kollegin sagte, dass sie, als es auf eine einwöchige Klassenfahrt ging, einen leisen Hinweis der Eltern erhielt.
[Gibt es Zahlen, wie viel Ritalin in der Grundschule verabreicht wird?]

Was mich als Lehrer erschreckte: die verabreichten Medikamente zeigten ohne Zweifel ihre Wirkung: Die Kinder konnten sich besser konzentrieren. In gewisser Weise waren es dann „andere“ Kinder. Für die Kinder hingegen war es normal, diese Medikamente zu nehmen.

Wie geht es weiter?

Der ausführliche und lesenswerte New Yorker Artikel „Brain Gain – The underground world of neuroenhancing drugs“ untersucht eine Welt, in der wir uns die passenden Medikamente für unser Denken aussuchen und findet bereits (amerikanische) Studenten, die mit Adderall (Ritalin) Prüfungen halten. Dort fand ich den bemerkenswerten Satz:

“Cognitive psychologists have found that there is a trade-off between attentional focus and creativity. And there is some evidence that suggests that individuals who are better able to focus on one thing and filter out distractions tend to be less creative.”

Kreativität

Um auf neue Ideen zu kommen, benötigen wir beides: frei, assoziativ, ungebunden denken…, viele Reize, Informationen und Anregungen aufnehmen  -  und: wir müssen hochkonzentriert (aus)arbeiten können (in einer anderen Phase!). Den Ritalin-geschwängerten Kindern nehmen wir diese zweite Phase. Und kann die Diagnose ADHS nicht auch daneben gehen?

Die Tablette wirkt als sogenannter Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer, sie senkt den Dopaminspiegel in den Nervenzellen. Dopamin ist ein Botenstoff, der unsere Impulse verstärkt. Wer zu viel davon hat, wird zum Opfer seiner eigenen Impulse, ständig abgelenkt von Ideen und Geistesblitzen. Menschen mit niedrigem Dopaminspiegel hingegen funktionieren automatisch, fokussiert auf eine einzige Tätigkeit. (Quelle: ZEIT 02/2009)

Gillian Lynne – „She isn’t sick – she’s a dancer“

Ein junges Mädchen, Gillian, war schlecht in der Schule. (Es war das Jahr 1930.) Also brachte ihre Mutter sie zum Arzt. “Sie kann sich einfach nicht konzentrieren…” Nachdem sich der Arzt alles angehört hatte, sagte der Arzt, dass er die Mutter einen Moment alleine sprechen müsse. Er stellte das Radio an und ging mit ihr aus dem Zimmer. “Schauen Sie sich ihr Kind an, es tanzt zur Radiomusik. – Ihr Kind ist nicht krank, sie ist Tänzerin!” (Quelle)

Ihre Mutter befolgte den Rat und aus Gillian wurde eine erfolgreiche Tänzerin. Natürlich hätten man Gillian auch sagen können, sie möge sich ruhig verhalten und hätte ihr anständige Medikamente geben können. Doch zum Glück war 1930 ADHS noch nicht erkannt und Ritalin noch nicht auf dem Markt. Denn vielleicht ist Gillian Lynne nicht jedem bekannt, aber jeder kennt die Musicals, für die sie später die Tanz-Choreographie entwarf: Cats und das Phantom der Oper
Damit sprechen wir über das, was wir verhaltensnormal nennen wollen. Der bereits oben zitierte ZEIT-Artikel hat den schönen Titel “Ich bin ein Zombie und lerne wie eine Maschine”. Und so einiges sträubt sich in mir gegen die Vorstellung, wir produzieren mit chemischen Mitteln den Menschen und die Denkweisen, die gerade funktional und “passend” sind.

Kommt also nach den Schönheitsoperationen die Modifizierung des Gehirns?

rotblauSchon möglich – oder: vielleicht sind wir schon mittendrin. An die Schönheitsoperationen haben wir uns scheinbar gewöhnt, der Kampf gegen Doping im Sport scheint aussichtslos und im Arbeitsleben hat der Drogenmissbrauch gerade erst begonnen. Ich rede nicht von Koks oder Alkohol… Nein, das worum es hier geht, ist viel zielgerichteter. Immer genau den Zustand künstlich herzustellen, der benötigt wird.
Und wenn wir diese Brain-Modification nach Schönheitsoperationen und Body-Modification annehmen, dann werden wir kurze Zeit später im Sinne eines Dammbruchs darüber streiten, wer mehr Geld hat, um sich die besseren geistigen Zustände herstellen zu können. Oder wer ausgefallenere geistige Zustände künstlich hergestellt hat.
Meine Vorstellung von Freiheit sieht anders aus.

Artikel:
Fudder: Studi-Doping
ZEIT 02/2009: Ich bin ein Zombie
New Yorker: Brain Gain – The underground world of neuroenhancing drugs
Keith Sawyer: Adderall & Creativity
Foto: thomasthomas (Flickr)

PS: So und jetzt laufe ich in die nächste Buchhandlung und besorg mir The Element: How Finding Your Passion Changes Everything von Sir Ken Robinson. Denn das Buch soll ganz genau von diesem Thema handeln.

» 17 Kommentare zu “ADHS, Kreativität und Ritalin”

  • Tom sagt:

    Ein sehr wichtiges Thema, danke für diese Aufbereitung! Habe ich selbst kürzlich in meinem letzten Podcast GassiPod #48 eher am Rande berührt, es gab dann allerdings interessante Kommentare dazu. Ich werde mal hierhin verlinken.

    Viele Grüße aus Köln, Tom

  • Timo sagt:

    Hallo Tom,
    DU bist der schnellste mir bekannte Kommentator! :-)
    natürlich freue ich mich über die Verlinkung und höre sofort in deinen Podcast rein.

  • Matthias sagt:

    Hallo ich bin ein ADHS betroffener oder diagnostizierter
    mein Leben ging echt schief, bis ich mein ADHS verstand.

    Als Kind hatte ich nie Ritalin und das ist auch gut so.

    Vor zwei Jahren lies ich mir Ritalin verschreiben, damit ich die Bedingungen, die mir von der Invalidenversicherung gestellt wurden erfülle.

    Heute werde ich vom Sonderschüler mit ADHS zum Kaufmann und lerne täglich ohne Ritalin.

    PS: Egal was andere Betroffene oder die Eltern von Betroffenen sagen. Ich würde meinen Kindern kein Ritalin geben. Die Wirkung von Ritalin ähnelt mir zu stark der Wirkung von Kokain.(Ich weiss von was ich spreche)

    Zum Glück bin ich im Erziehungsheim aufgewachsen und musste täglich Sport treiben, bekam selten Süsses oder Fettiges und durfte kein Fernesehen schauen.

  • web4health sagt:

    Ich bezweifele, dass sich Methylphenidat wirklich als “Intelligenzpille” missbrauchen lässt. Auf jeden Fall sollten (gerade Lehrer) sich wirklich mal mit dem Krankheitsbild ADHS und seiner multimodalen Behandlung auseinander setzen bzw. eben nicht eine sinnvolle Behandlung durch unsinnige Vergleiche zu Modeproblemen kleinreden.

    Es ist eher ein Skandal, dass bisher Lehrer so wenig Ahnung von den neuropsychiatrischen Störungen im Kindesalter haben und dementsprechend auch in der Pädagogik versagen.

  • Timo sagt:

    @Matthias: Danke für diese Einblicke!
    @WEB4Health: Da kann ich nur den Berichten vertrauen, die man lesen kann. Ein Selbstversuch? Nein danke. Und: ja klar! Natürlich müssen Lehrer noch mehr lernen über Patho- und Salutogenese, speziell von Kindern und lernförderlichen Bedinungungen. Denn reine Fachvermittler sind Lehrer schon lange nicht mehr.

  • frei gestalt sagt:

    schöne, neue welt. gebt ihnen ihr soma!

  • mellissandra sagt:

    “Den Ritalin-geschwängerten Kindern nehmen wir diese zweite Phase.”

    das stimmt so nicht, methylphenidat (unretardiertes) wirkt nach dem an-aus prinzip, wenn man es nimmt, flutet es an und wirkt, ca 3-4 stunden lang, dannach ist man wieder ganz man selbst ;-)

    ich bin auch ADHS genau wie meine tochter (14), und für uns ist MPH ein segen, wir sind hochgradig kreative, aber eben wuseltypisch (ich mag das wort einfach lieber als dieses aufmerksamkeits-defizit blablub) auch hoch emotionale menschen mit einer waffenscheinpflichtigen klappe am leib

    ADHS/ADS ist nicht nur reizfilter sondern auch impulskontroll “störung”…

    MPH hilft uns andere leute ausreden zu lassen, ihnen nicht ungeschminkt klartext ins gesicht zu sagen, was wir von ihnen halten, eben die spiel-regeln des sozialen miteinanders bzw des geheuchels, was in der umwelt so gespielt werden muß, einzuhalten

    es ist nun mal ungesund einer lehrerin ins gesicht zu sagen, das sie pädagogischen mist baut….oder einem chef, das man doppelt so intelligent ist wie er, und ihm nachzuweisen, das er menschen nur aus kleinlicher persönlicher inkompetenz mobt

    wenn ich nur mit anderen ADHS-lern zusammen bin, brauch ich kein MPH, grade für die kreativen bereiche lasse ich es lieber weg, was dann in einer team work situation / brainstorming schon mal zu dem witzigen effekt führen kann das norm-neuros dem ideenfeuerwerk nicht mehr folgen können

    ich denke das grade eine generation an ADS/ADHS kindern heranwächst, die es lernen MPH genau wie ihre natürlichen begabungen situationsgerecht einsetzen zu können

    lg melli aus köln

  • Timo sagt:

    @Melissa:
    Danke für diesen Einblick.
    Der letzte Absatz ist bemerkenswert. AD(H)S-Kinder, die lernen, MPH gezielt einzusetzen. Ist das aus deiner Sicht also ein Vorteil?

  • Gärtnerin sagt:

    Wenn ein(e) Selbstbetroffene(r) meint, er/sie würde seinen Kindern kein MPH geben, dann hat er/sie vermutlich entweder keine Kinder, oder sie sind weniger betroffen oder seine Frau / ihr Mann erzieht die Kinder hauptsächlich.
    Der Leidensdruck für die Familien ist tatsächlich hoch, und wenn man selbst aus der Vergangenheit noch weiß, was es bedeutet diese Probleme zu haben und sie bei den eigenen Kindern erlebt, ist es nochmal schwieriger.
    MPH hilft!
    Und es wird unter Umständen eine Generation (multimodal) behandelter ADSler heranwachsen, die nicht mehr erleben, ständig hinter ihren tatsächlichen Fähigkeiten zurückzubleiben. Das genau ist es nämlich, was man selbst erlebt.
    Unbehandeltes AD(H)S macht langfristig eine Menge gesundheitlicher und psychischer Probleme, die die Gesellschaft eine Menge kostet.
    Es wäre für uns Betroffene gut, wenn die öffentliche Diskussion etwas sachlicher geführt werden würde.

  • frei gestalt sagt:

    und damit die welt ordentlich funktioniert, flössen wir unseren kindern staatlich subventionierte (ich will nicht “verordnete” sagen) drogen ein?!
    kommt kinders – so nicht! wo bleibt der widerstand? wo bleiben die denker und dichter?

    @mellissandra: du sprichst von kreativität, doch inwiefern unterscheidet sich eure kreativität vom einheitsbrei?! bleibt die kreativität nicht auf der strecke, wenn man drogen verabreicht bekommt? wo bleibt der freie geist, dein wille, das zu tun und zu sagen, was du willst. es gibt nur eine grenze, an die man sich halten sollte, und das ist die, niemanden zu verletzen.

  • In dem erwähnten Zeit-Artikel wird u.a.Fr.Flehmig vom Hamburger Zentrum für Kindesentwicklung zitiert, dass das Zappeln der unruhigen Kinder ein ständiger Stabilisierungsversuch ist. So als könnten sie ihr Gleichgewicht nicht halten.

    Das was wir bei den Kindern sehen ist eine ständige Selbstregulation. ADHS ist Selbstregulation.
    Impulsiv und dringlich sein, sich nicht sicher sein, deshalb immer in Bewegung. Leicht ablenkbar durch viele Informationen und das ohne Gewichtung. Ungestillter Bewegungsdrang in einer bewegungslosen Gesellschaft.
    Die Gesellschaft produziert ihre Kinder.
    Es ist unser aller Verantworung dieses Thema immer mehr in den Mittelpunkt zu bringen und unsere Kinder zu stützen und zu schützen, statt sie aus- oder ruhig zustellen, damit sie funktionieren und unseren Frieden nicht stören. Das sind sie nämlich, Friedensstörer und keine Störenfriede.

  • Danke für den interessanten Artikel.

    Etwas über die beispielhaft benannten Syndrome hinaus habe ich mich gerade angeregt gefühlt, nach der Grenze der selbst gesteuerten “brain modification” zu fragen. Beginnt das nicht schon mit der situationsbezogenen Getränkeauswahl am Arbeitsplatz? Auf der vielen vielleicht gar nicht bewussten Aufputschskala: Kaffee normal, Schwarztee kurz gezogen, Grüntee kurz gezogen, Matcha Tee unterschiedlich stark dosiert, Espresso (einfach, zweifach, n-fach). Das ganze ekelige Energydrinkzeug und Illegales sei mal außen vor.

    Eine nach Erkenntnis einiger gesunde Variante: Laufschuhe an, eine halbe Stunde locker aber schon schweißtreibend traben und plopp da ist die Idee bzw. sortiert sich ein vorher angehäufter Wust von Gedanken oft einfacher. Mache ich öfter und schwöre ich auch drauf.

  • Timo sagt:

    Und Dir danke ich für deinen Kommentar, den ich komplett teile!

  • Lennart sagt:

    Exzellenter Artikel. Liest sich super. Ein spannendes Thema. Es ist sehr nett das einige Betroffene einen Einblick liefern. Ich traue mir kein Urteil zu, ob das jetzt gut ist oder schlecht ist, ritalin zu nehmen. Auf jeden Fall ist Ritalin sehr begehrt – nicht unbedingt bei Kranken sondern bei Menschen, die sich aus irgendwelchen Gründen Aufputschen möchten. Entweder im Büro oder im Club.. Es hat einen Verwandten von Speed als Wirkstoff, das hat sich rumgesprochen.. Ich bin auf das Thema gestoßen als ich in der DE:Bug 120 gelesen habe, die den Titel “Welt auf Speed” als Titel hatte. Nicht wundern, das ist ein ganz anderer Blickwinkel auf das Thema. Es geht in keinem Satz um gesundheitliche Wirkungen eher um Gesellschaftliche.. Darin ist auch ein Interview zum Thema Ritalin. Hier das Heft als PDF http://www.de-bug.de/share/debug120.pdf

  • gertraud sagt:

    Bei meiner Tochter würde gerade ADS Diagnostiziert.Die Ärztin rät zu Ritalin.Das ist eine der schwersten entscheidungen in meinem Leben.Sie ist ein wundervoll Kreativer Mensch und hat für ihr alter ein beeindruckenden freien und eigenständigen Geist,ich habe wahnsinnige angst das das Medikament das kaputt macht.

  • Timo sagt:

    Hallo Gertraud,
    leider kann ich dir da nicht helfen. Hier sind echte ADS-Experten gefragt. Viel Glück!

  • Annonym sagt:

    Hi

    ich habe ADHS und es wurde bei mir als Kind diagnostiziert.

    ich bin nun 22 Jahre alt und nehme es seit ca. 2 Jahren zu meinem Studium NUR zum lernen in den wochen vor den prüfungen.

    Meine Mutter wollte damals gegen die Meinung des Arztes mir kein Ritalin verabrecihen …

    ich bin froh über die Entscheidung meiner Mutter!!!

    ich kenne ebenfalls 2 personen die es seit Kindesalter bekommen haben .. ihre Persönlichkeit hat sich sehr verändert und das medikament heilt nicht es unterbindet nur
    was nicht heisst das es den Kindern geschadet hat oder besonders geholfen, da man nicht sagen kann wie sie sich ohne entwickelt hätten von der Persönlichkeit ausgehend.

    ich habe es bis zum studium auch ohne geschafft ich bin der größte “zappelphillipp” meine eltern hatten es sich nicht leicht mit mir und auch sonst ging es drunter und drüber .. auch heute öfters noch trotzdem war mein leben erfüllt und glücklich da sich meine mutter um mich von vorne bis hinten gekümmert hat ( auch mal oft etwas härter aber immer mit Liebe )… ich weiss heute das es auf keinen fall einfach für sie war ..

    jeder sollte sich selber informieren und entscheiden …
    am besten ab einem gewissen alter ..

    ich will niemanden beinflussen es sei nur eins gesagt …

    ich unterstütze es nicht Kleinkindern hohe Dosen Ritalin zu verabreichen … ( man hört es immer wieder ! )

    klar wird ihr kind eventuell ruhiger und falls es mit seinem Umfeld und in der schule besser klappt ist es wahrscheinlich auch angebracht … aber sollte ihr Kind sich nicht wohlfühlen bei der Einnhame bzw mit der Wirkung nicht klar kommen rate ich davon ab !

    man sollte immer an eins denken :

    Ihr Kind kann das nochnicht verstehen und real beurteilen was mit ihm geschieht.

    Eine große Führsorge für Ihr Kind hilft wohl mehr auch wenn es sehr schwierig sein kann .

    nun noch einige fakten über mich , denn ich finde es ist wichtig das Menschen besonders viel von “Patienten” darüber erfahren … denn ein Kind kann oft nicht genau ausdrücken was mit ihm passiert.

    ich nehme 30 – 50 mg zum lernen meistens vormittags ein

    ich kann mich dann nach 1 stunde sehr gut konzenztrieren wenn ich erstmal drinn bin

    ich schwitze aber was ich sonst nicht tuue besonders an den händen

    oft kältere füsse

    der zustand an sich ähnelt leicht wenn man nicht daran gewöhnt ist einer art koks aber auch beruhigend wie cannabis , eine art mischung

    oft aber auch erhöhter herzschlag

    appetitlosigkeit und “rastlosigkeit” besonders abends

    öfter mal toilettendrang

    die strukturierung der aufgaben fliest plötzlich von alleine man schafft mehr in der gleichen zeit und ist erstaunt über sich selbst was man alles schafft

    es gibt viel positives aber auch viel negatives was einem zu denken gibt zB habe ich überhauptkeine Lust auf Sex mit meiner Freundinn auch wenn die Einnahme schon viele Stunden zurückliegt , mal ein etwas anderes Beispiel als die man sonst hört aber es soll helfen zu verstehen.

    mit alkohol verträgt sich ritalin auf keinen fall es bringt einen wirklich nicht schönen zustand hervor und zu cannabis kann ich sagen das es sehr förderlich ist wenn man morgends ritalin genommen hat und spät abends nicht einschlafen kann .. mit Cannabis klappt es dann oft ist der Zustand von sehh schwach Ritalin und Cannabis sogar sehr gedanken anfördern und so habe ich auch ob man es glaubt oder nicht schon nächte gelernt .. aus reiner Interesse die sonst auf keinen Fall da gewesen wäre. ich habe früher cannabis abneds geraucht um überhaupt wieder runterzukommen und einschlafen können auch viel sport hat nur bedingt geholfen .. ich rate deshalb auch morgends einzunehmen und ab mittags garnichstmehr !!

    grundsätzlich ist aber zu sagen : nimmt man Ritalin dürfen keine anderen Medikamente Drogen , auf keinen Fall Alkohol (obwohl es oft auch als Partywachmacher bezeichnet wird) etc dazu genommen werden die Wechselwirkungen sind nicht abschätzbar !

    @ Gertraud …. gehe zu einem wirklichen Kinderzentrum in deiner Nähe ( nicht zu einem x beliebigen hausarzt der hat 0 ahnung! )

    du kannst es ja mal ausprobieren mit 5 oder 10mg dosen ansonsten lass sie sich ersteinmal etwas entwickeln denn Kreativität und einen freien Geist hatte ich auch schon immer und ich finde das ist die Hauptsache.

    es gibt soo viel positives an adhs zb einen ausgebildeten Drang zur Gerechtigkeit , Hilfsbereitschaft , Interesse , Kreativität im ausergwöhnlichen Sinne etc es wäre nicht schön es in den wichtigsten Jahren ihres Lebends mit einer Pille der Pharmaindustrie zur unterdrücken nur damit sie etwas stiller da sitzt und sich auf ihre Schulaufgaben konzentriert.

    internet suche : kinder neurologische zentren
    buchtipp : zwanghaft zerstreut , oder die unfähigkeit aufmerksam zu sein

    ich finde auch das sich die junge generation der Lehrer mehr mit diesem Thema beschäftigen sollte den die schule ist ein wichtiger punkt im leben eines jungen kindes, zur lebendserfahrung genausoviel wie der bildung des lehrstoffs und da kann einiges schiefgehen wenn ein unwissender oder auchnoch ignoranter junger Lehrer falsch an die Sache heratritt

    ich hoffe ich konnte mit meinen wild durcheinander geschrieben Erfahrungen etwas weiterhelfen und eventuell Fragen beantworten.

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