Wer dieses Buch hat, braucht keine Freunde mehr -
Denn er hat genug zu lesen für die nächsten Monate…! Peter Watson nennt sein Buch “Ideen” und im Untertitel ganz bescheiden “Eine Kulturgeschichte von der Entdeckung des Feuers bis zur Moderne”. Es ist allerdings eine unglaublich riesige Sammlung an Bildungsgeschichten über das Auftauchen und Verschwinden von Ideen und Kulturen.
Watson fängt nicht gerade klein an. Es geht mit vorsprachlichen Ideen los und endet nach knapp 1300 Seiten beim Elektron, den Elementen und dem trügerischen Ich.
Dazwischen…... nimmt Watson alles auseinander: die Idee der Städte, des Volkes Israel, die Idee von Jesus, die Ideegeschichte der Zahlen, die Kultur des Pinsels… (ja, Luftholen – es sind alles solche Kracher.)
Die Idee Europas, die Entdeckung der Bildung, die Ursprünge des Liberalismus, die Idee der Fabrik, die Anfänge der Statistik, die Entdeckung des Unbewussten, die Erfindung der Zeit,… undundund. Es ist kaum zu aushalten und ich muss gestehen, dass ich immer noch mittendrin bin.
Watson seziert die Ideen, untersucht die großen Zusammenhänge. Häufig genug ist es eine ganz neue Welt, die sich da eröffnet.
Fazit: viel zu Lesen, viel zu lernen und ein großes Buch, das unisono von der NZZ und dem Neuen Deutschland gelobt wird. DAS will was heißen. Wer sich also weitläufig bilden will und die Bildungsgeschichte der Ideen einmal nicht nur oberflächlich kennen lernen will, sondern mehr wissen will, der hole sich die 1300 Seiten bei Amazon für €49,95.
Peter Watson: Ideen
6. März 2007 » 0 Kommentar(e)